Otto nimmt Deko aus dem Regal

Vergangene Woche habe ich darauf hingewiesen, dass Ottos Umgang mit Kritik auf Facebook nicht optimal ist. Otto hatte ein T-Shirt mit dem Aufdruck “In Mathe bin ich Deko” für Mädchen verkauft. Daraufhin warfen Kritiker dem Unternehmen vor, alte Geschlechterrollen zu zementieren.

Ich habe zwei Dinge vermutet: Erstens, dass diese Kontroverse in die Mainstream-Medien kommen würde. Das ist geschehen. Die Süddeutsche, die Wirtschaftswoche, der Focus und die Hamburger Morgenpost griffen das Thema auf. Darunter liegen mehrere Schichten Blogartikel, verknotet mit unzähligen Strängen von Facebook-Diskussionen.

Zweitens, dass die Kritik ernst genommen werden sollte – Teil davon muss sein, den Artikel aus dem Handel zu nehmen. Auch das ist nun geschehen. In Österreich wird der Artikel gar nicht mehr angeboten, in Deutschland war er bereits vergriffen. Umso leichter hätte dem Unternehmen dieser Schritt fallen müssen.

Zusammengefasst: Mit einer durchdachten und raschen Antwort hätte sich Otto ohne viel Kosten viel negative Öffentlichkeit ersparen können.

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