“In CSR bin ich nur Deko”

Der Otto-Versand hat auch nach der zweiten Runde des #Aufschreis in Sachen Sensibilität nichts gelernt. In einem derart aufgewühlten Umfeld gilt es, äußerst vorsichtig mit Geschlechter-Klischees umzugehen – und bei Verstößen schnell und glatt zu handeln.

Was ist geschehen? Otto bringt dieses T-Shirt in den Versandhandel:

 

 

 

 

 

 

 

Das gießt Öl in das Feuer aller, die dagegen kämpfen, dass Frauen sich selbst frühzeitig auf nachteilige Rollenbilder festlegen und dadurch selbst, sozusagen systembedingt, diskriminieren. Auf der Facebook-Seite melden sie sich auch reichlich zu Wort – und Otto hat reagiert.

Unter anderem damit, dass “diese Kollektion aus der Feder von Frauen entstanden ist” und “bei vielen unserer Kunden super angekommen” ist. Gut ist: Otto hat schnell reagiert. Schlecht ist: Die Reaktion bedeutet, dass Otto die Kritik überhaupt nicht verstanden hat – sie sagen im Prinzip:

“Das T-Shirt bedeutet, dass Frauen sich selbst schon als Mädchen diskriminieren, aber das ist ok, denn es waren ja Frauen, die es designed haben und es sind Mädchen, die es gut finden.”

Ich vermute stark, dass dies nicht funktionieren wird. Das T-Shirt hätte schnell aus dem Handel verschwinden sollen. Und die Entschuldigung hätte die Kritik ernst nehmen sollen.

Es würde mich nicht wundern, wenn die Geschichte recht bald von anderen Medien aufgegriffen würde.

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